Pressemitteilung vom 25. März 2010

Grüne kritisieren Entscheidung der Region für BOS-Mast in Faurndau-Haier

Die Grünen sind verärgert über das Vorgehen der Region. „Noch nie haben wir in den letzten Jahren lediglich aufgrund eines mündlichen Vortrags abgestimmt“, moniert Regionalrätin Dorothee Kraus-Prause.


Kurz zur Vorgeschichte: Da der geplante Standort für den BOS-Mast in Faurndau–Haier in der regionalen Grünzäsur liegt – einem Gebiet, das von jeglicher Bebauung freizuhalten ist –, hatte der Planungsausschuss der Region die Prüfung alternativer Standorte gefordert. Diese wurde in der letzten Sitzung nicht vorgelegt. Die Forderung rief vielmehr das Innenministerium auf den Plan. Sie erklärten kurzerhand den Standort am Haier zur einzigen und optimalen Lösung. Polizeioberrat Müller vom Regierungspräsidium versuchte am Mittwoch als Gast im Planungsausschuss in einem Katastrophenszenario aufzuzeigen, dass alle anderen Standorte nicht geeignet seien.


Dies ist nach den Recherchen der Grünen falsch.Es gibt technisch auch andere Standortlösungen, möglicherweise mit erhöhtem Aufwand, aber ohne gegen den Regionalplan zu verstoßen und ohne die Anwohner zu beeinträchtigen. Eine weitere Prüfung von Alternativen in diesem Umfeld wurde abgelehnt und mit der Zustimmung von CDU und SPD wird der Mast in Faurndau errichtet werden. Die Grünen bedauern diese Entscheidung zutiefst, sowohl im Blick auf die Menschen im Haier als auch im Blick auf die Durchsetzung der Ziele des neuen Regionalplans. Er hätte es verdient nicht schon nach wenigen Monaten aufgeweicht zu werden.

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